Die besten Quellen für gebrauchte Möbel und Dekoration

Selbst machen macht Spaß und Freude. Aber wer kann schon immer alles selbst machen? Und irgendwoher müssen die Möbel zum aufarbeiten schließlich auch kommen. Hier gebe ich euch einige Shopping-Tipps für gebrauchte Möbel und Dekorationsgegenstände.

Sozialkaufhaus

In fast jeder größeren Stadt wird ein sogenanntes Sozialkaufhaus geführt. Dies ist ein von sozialen Einrichtungen betriebener Second-Hand Laden. Sie beziehen Ihre Waren aus den gleichen Quellen wie alle anderen Second-Hand Läden: Haushaltsauflösungen, Schenkungen, Käufe. Sie erfüllen einen sozialen Zweck.

Das kann die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen oder die Ausstattung von sozial Bedürftigen sein. Je nach Ausrichtung, Unterstützung durch den Träger und der Marktsituation vor Ort gestalten sich auch die Preise. Manche Sozialkaufhäuser haben sehr günstige Preise, andere orientieren sich an den Preisen auf dem „freien“ Markt des Gebrauchtwagenmarkts. Einige geben extra-Rabatte für sozial Bedürftige. Beispiel: „Das Kaufhaus“ mit mehren Standorten in Stuttgart

Second-Hand Märkte für gebrauchte Möbel

Natürlich gibt es auch ganz „normale“ Second-Hand Möbel Märkte. Ihr findet Sie über die Gelben Seiten, Internet und manchmal auch die Seiten der Örtlichen Müllabfuhr. Die Preise unterschieden sich bei Second-Hand Märkten gravierend. Manche verstehen sich als Antiquitätenhändler und entsprechend gestaltet sich die Preisstaffelung. Es lohnt sich aber die Läden vor Ort abzuklappern. Schnäppchen sind immer möglich.

Örtliche Müllabfuhr

Auf den Internetseiten der örtlichen Müllabfuhr vorbei zu schauen, kann sich in mehrfacher Hinsicht lohnen. Zum einen bieten Sie manchmal eigene Internetportale / Tauschbörsen für Second-Hand Möbel an, zum anderen findet Ihr dort den jährlichen Termin für die Sperrmüllabholung. Und beim Sperrmüll gibt es eigentlich immer das ein oder andere gute Stück zum aufarbeiten und es kostet = 0 Euro. In vielen Gemeinden gibt es allerdings keinen einheitlichen Termin für die Abholung von Sperrmüll mehr.

Flohmarkt

Flohmärkte sind natürlich auch immer eine gute Quelle. Und wenn Ihr Flohmärkte sucht, die noch wirklich günstig sind, haltet Ausschau nach Märkten, die von Kirchen oder Vereinen organisiert werden und nicht regelmäßig stattfinden. Hier ist die Verbreitung von Händlern viel geringer. Diese Märkte werden gerne von Menschen genutzt, die Ihren Dachboden aufräumen und nicht viel verdienen wollen.

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Kleinanzeigen in Zeitschrift und Internet

Regionale Zeitschriften

Selbstverständlich sind die Kleinanzeigen in örtlichen Zeitungen und Zeitschriften weiterhin eine gute Quelle, wenn auch das Angebot eher gering ist. Der Verkauf von Gebrauchtwaren hat sich eher auf das Internet verlagert. Kleinanzeigen in Zeitschriften sind zudem eine Wundertüte. Am besten direkt am Telefon genau abklären um welche Gegenstände es sich handelt.

Überregionale Internetportale für Gebrauchtwaren

Ebay Kleinanzeigen

Um Ebay Kleinanzeigen kommt wohl niemand mehr herum, der Gebrauchtwaren kaufen oder verkaufen will. Die Nutzung der Plattform ist kostenlos für alle Beteiligten, sie funktioniert super und hat eine hohe Verbreitung. Ebay Kleinanzeigen hat fast alle anderen Portale für Gebrauchtes verdrängt.

Ebay Kleinanzeigen funktioniert wie die Kleinanzeigenspalte in Zeitschriften. Wer etwas verkaufen will, erstellt eine Anzeige, teilt dieser einer Kategorie zu und setzt den Preis fest. Die Kontaktaufnahme kann dann per Email oder telefonisch erfolgen, ganz wie der Verkäufer möchte. Wer nur nach Gebrauchten in der Nähe suchen will, kann dies über eine Suchfunktion über den Ort eingrenzen.

Quoka

Quoka ist ein ganz ähnliches Portal für Gebrauchtwaren wie Ebay Kleinanzeigen. Das Einstellen und Kaufen von Gebrauchtwaren ist ebenso kostenlos möglich. Auch hier handelt es sich um „klassische Kleinanzeigen“ in digitaler Form.

Shpock für IOS / Shpock für Android

Shock ist ein neuerer Kandidat unter den Platzhirschen. Und nennt sich selbst „Flohmarkt-App für schöne Dinge“. Tatsächlich ist Shpock für mobile Geräte optimiert. Wie das so ist bei neuen Angeboten, sie sind noch nicht so etabliert. Über Shpock habe ich kaum Angebote für gebrauchte Möbel und Dekoration in meiner Umgebung gefunden. In einer großen Stadt kann das aber dann schon ganz anders aussehen. Auf jeden Fall ein sympathisches Angebot und einen Blick wert.

Ebay

Und natürlich die wohl Jedermann bekannte Auktionsplattform Ebay. Ich muss gestehen, dass ich Ebay nur noch zähneknirschend benutze. Mir sind es zu viele gewerbliche Angebote geworden. Die Suche lässt sich zwar auch auf Gebrauchtes eingrenzen, allerdings ist irgendwie mit der Professionalisierung und der Fokusierung auf Händler der ursprüngliche Charme verloren gegangen. Trotzdem ist Ebay eine sehr gute Plattform, um Möbelschnäppchen zu machen! Dafür die Umgebungssuche Ebay von Ebay nutzen. In einem Umkreis von 10 oder 25 Kilometern lässt sich so ein Möbelstück bequem mit dem eigenen Auto abholen. Für kleinere Dekoteile lohnt es sich inzwischen aufgrund der hohen Versandkosten leider kaum noch.

Facebook

Ja, auch bei Facebook werden Gebrauchtwaren verkauft. Ziemlich oft sogar Möbel. Viele mögen den Handel über Facebook da er nicht anonym ist. Bei jedem Kontakt, weiß ich wer mein Gegenüber ist. Die Kommunikation läuft meist auch sehr viel freundlicher ab als es in den weiten des Internets sonst so der Fall ist.

Das Verkaufen und Kaufen auf Facebook läuft über Gruppen denen man beitreten kann. Meist regional begrenzt, bspw auf den Raum Stuttgart oder mit PLZ 71… Diesen Gruppen kann man bei Interesse beitreten und erhält dann Nachrichten über eingestellte Dinge auf seinen Facebook Stream.

Eine ordentlich Suchmöglichkeit gibt es nicht – wie es eben bei Facebook so ist. Aber das Angebot ist recht groß und die Sachen verkaufen sich auch gut.

Meine Erfahrungen mit Verkauf und Kauf von Gebrauchten über Internetportale

Ich habe wirklich schon sehr viele Sachen über Ebay Kleinanzeigen und Quoka gekauft sowie verkauft. Ebay nutze ich regelmäßig. Meine Erfahrungen sind insbesondere bei Ebay Kleinanzeigen und Quoka wirklich nur positiv. Ich habe sogar Gebrauchtwaren im Wert von über 1000 EUR über diese Portale gekauft und mir per Post zuschicken lassen. Gebrauchtwaren mit hohem Wert über Kleinanzeigen zu kaufen, birgt natürlich seine Risiken.

Für gebrauchte Möbel, die Ihr direkt vor Ort abholt, sind Kleinanzeigen natürlich unschlagbar und es besteht auch kein Risiko betrogen zu werden. Die Ware muss nicht abgenommen werden, wenn sie den Vorstellungen nicht entspricht. Ihr könnt die Sachen vor Ort begutachten und euch dann erste entscheiden.

Beim Versand per Post sieht das schon anders aus. Wie will ich sicher stellen, dass bei Vorkasse auch wirklich ein Paket an mich verschickt wird und das Gegenüber nicht einfach das Geld einsteckt und den Artikel behält?

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Kurz und knapp: gar nicht. Zahle einfach niemals per Vorkasse oder Nachname. Die sicherste Möglichkeit der Bezahlung ist in diesem Fall immer noch PayPal. Ähnlich wie bei Kreditkartenzahlungen bist du dann versichert (bitte unbedingt vor Nutzung bei PayPal informieren für welche Fälle die Versicherung gilt!) und kannst dir das Geld im Betrugsfall zurückholen. PayPal begünstigt -meiner Meinung nach- dabei den Käufer. Den dieser kann nach dem Kauf reklamieren und als Verkäufer musst du dann beweisen, dass mit deinen Waren alles in Ordnung war. Als Käufer ist PayPal also eine gute Sache, die den Onlinekauf erheblich sicherer macht. PayPal berechnet eine Gebühr bei Abwicklung von Verkäufen (1,9% des Kaufpreises). Das führen eines PayPal Kontos ist kostenfrei.

Ansonsten hilft nur der gesunde Menschenverstand. Was für einen Eindruck macht der Verkäufer? Ist er telefonisch zu erreichen? Existiert diese Person wirklich? Handelt es sich um Waren bei denen Betrugsversuche schon bekannt sind? Ist der Preis angemessen oder viel zu niedrig? Wenn das Bauchgefühl „Nein“ sagt, dann hat das meistens einen Grund und dann solltest du darauf hören.
Urheber Artikelbild: siloto / 123RF Lizenzfreie Bilder

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